Was Bestattung mit Gesundheit zu tun hat - Erster Köthener Gesundheitstag „Fit und gesund bis zum Schluss“ verbindet Vorsorge und Begegnung

Was gehört zu einem gesunden Leben? Bewegung, Ernährung, Vorsorge, soziale Kontakte und medizinische Versorgung? Und welche Angebote gibt es direkt vor Ort? Mit dem Gesundheitstag „Fit und gesund bis zum Schluss“ fand am 20. August 2026 in Köthen erstmals eine Veranstaltung statt, die diese Themen zusammenführte. Auf dem Gelände am Halleschen Turm informierten zahlreiche Institutionen, Vereine und Unternehmen, luden zum Mitmachen ein und kamen miteinander ins Gespräch.

Initiiert wurde der Gesundheitstag von Sabrina Spengler vom Bestattungshaus Pietät. Die Idee entstand mit Blick auf vergleichbare Veranstaltungen in der Region und dem Wunsch, den eigenen Beruf stärker in einen Gesundheitstag einzubinden. Über die Werbegemeinschaft der Bachstadt Köthen kam schließlich die Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft Köthen und der Stadt Köthen zustande. 

„Was mir besonders wichtig war, dass für alle Generationen etwas dabei war, den Menschen gezeigt wird, was die Stadt im Bereich Gesundheit zu bieten hat, zu informieren und für bestimmte Themen, z.B. das Thema Bestattungen und Vorsorge, zu sensibilisieren“, erklärt Sabrina Spengler.

 

Gesundheit betrifft alle Generationen
 

Der Anspruch, Menschen unterschiedlichen Alters anzusprechen, spiegelte sich im vielfältigen Programm wider. Von Gesundheitsvorsorge und Pflege über Bewegung und Ernährung bis hin zu Erster Hilfe und Hospizarbeit reichte das Angebot. „Wir waren wirklich sehr breit gefächert aufgestellt“, sagt Sabrina Spengler.

Vertreten waren unter anderem Vereine, Krankenkassen, Alltagsbegleiter, ein Optiker, ein Hörgeräteakustiker, ein Altenpflegeheim, eine Sanitätsschule, ein Hospizdienst sowie Anbieter aus den Bereichen Yoga, Massage, Fitness und Naturprodukte.

Dabei ging es nicht nur ums Informieren. Zahlreiche Stände boten Mitmachaktionen an. Glücksräder und Lostöpfe luden zum Ausprobieren ein, am Fitnessstand konnten Besucherinnen und Besucher ihre Kraft testen und ein kostenloses Probetraining gewinnen. Die Sanitätsschule vermittelte Eltern und Kindern an einer Puppe praktische Kenntnisse in Erster Hilfe.

Auch auf der Bühne wurde Bewegung großgeschrieben. Eine Sitztanz-Gruppe, eine Sportvorführung und Zumba animierten zum Mitmachen. Den musikalischen Abschluss gestaltete eine Jugend-Band. So wurden die Menschen aller Generationen über unterschiedliche Formate angesprochen. „Die umfangreichen Informationen durch nette Gespräche und Flyer, die die Besucher und Besucherinnen an jedem Stand mitnehmen konnten, selbstverständlich nicht zu vergessen“, fasst Sabrina Spengler das Konzept zusammen.

 

Gesundheit konsequent bis zum Ende gedacht
 

Dass ein Bestattungshaus einen Gesundheitstag initiiert, mag zunächst überraschen. Für Sabrina Spengler liegen die Berührungspunkte jedoch nahe: „Was viele nicht wissen ist, dass wir in unserem Beruf tatsächlich auch sehr viel mit Hygiene, Infektionsschutz und Gesundheit bzw. Medizin zu tun haben."

Auch die Vorsorge verbindet für sie beide Bereiche. Während viele Menschen frühzeitig für ihre gesundheitliche und finanzielle Absicherung sorgen, bleibt die eigene Bestattung häufig außen vor. „Man sorgt zu Lebzeiten für die eigene Gesundheit vor, schließt Unfall-, Zahnzusatz- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen ab, aber oft wird außer Acht gelassen, dass auch für die eigene Bestattung vorgesorgt werden kann.“ Darin sieht Sabrina Spengler eine wichtige Aufgabe des Bestattungswesens: „In diesem ganzen Umfang sehe ich sehr wohl, dass wir als Bestatterinnen und Bestatter vollumfänglich zum Gesundheitssystem dazugehören."

 

Austausch, Begegnungen und ein Blick nach vorn
 

Neben den Angeboten für die Besucherinnen und Besucher war auch die Vernetzung der beteiligten Akteure ein wichtiger Bestandteil des Tages. Für Sabrina Spengler standen dabei vor allem die persönlichen Begegnungen im Mittelpunkt: „Ich hatte viele schöne Gespräche mit Teilnehmern und Besucherinnen."

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr der Besuch einer Trauerpsychologin aus Bitterfeld, die gemeinsam mit ihren Eltern nach Köthen kam, um sich zu informieren und Sabrina Spengler viel Glück für den Gesundheitstag zu wünschen.

Auch die Resonanz fiel positiv aus. Mehrfach wurde Sabrina Spengler gefragt, ob der Gesundheitstag künftig regelmäßig stattfinden könne. Die Antwort darauf steht bereits fest: „Ich werde dem Wunsch nachkommen und werde den Gesundheitstag jedes Jahr veranstalten und für unsere Stadt etablieren."

 

Abbildungen ©Sabrina Spengler


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